Kaum ein Markt ist derzeit so umkämpft und in Bewegung wie der des mobilen Internets, wo sich verschiedene Anbieter mit immer neuen und besseren Angeboten positionieren. Gerade deshalb sollte man - entscheidet man sich für einen Anbieter und ein Vertragsmodell – genau darauf achten, ob man sich nicht zu lange an einen Provider bindet. Dieser könnte wenige Zeit später – und lange vor Ende der Vertragslaufzeit – bereits günstigere Konditionen anbieten.
Web’n'Walk von T-Mobile und der “Surfstick” von O2 sind die derzeit wohl am stärksten genutzten Angebote und Tarife, um sich unterwegs z.B. per Notebook mit dem Internet zu verbinden. Um beispielsweise die “Quasi”-Flatrate von O2 (quasi deshalb, da ab 10 GB Datenvolumen pro Monat die Geschwindigkeit gedrosselt wird und nur noch GPRS verfügbar ist) zu nutzen, ist derzeit eine 2-jährige Bindung an den Vertrag nötig; bei 25 Euro Monatsgebühr. Die gleichen Laufzeiten gelten auch für einen Grossteil der Verträge von Anbietern wie 1&1 oder T-Mobile.
Eine derart lange Vertragsbindung hat natürlich wesentliche Vorteile für den Anbieter – er hat die Einnahmen über diesen Zeitraum sicher und kann damit planen. Der Benutzer sollte sich jedoch gut überlegen, ob er sich wirklich so lange auf dieses Angebot festnageln lassen will, auch wenn der Vertragsabschluss beispielsweise durch einen kostenlosen Surfstick “versüsst” wird. Man kann relativ sicher davon ausgehen, dass eine monatliche Gebühr von 25 Euro in zwei Jahren als viel zu hoch gelten wird. Ein langsamer Rückgang der Preise oder gar ein Preissturz wie bei DSL-Anbietern oder Handyverträgen wird hier genauso eintreten – Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft.
Darum sind Alternativen wie Tages-Flatrates, monatliche Angebote oder Prepaid-Lösungen derzeit stark zu empfehlen, bis sich die Preise auf einem Niveau eingefunden haben, das sie über mehrere Jahre halten können. Diese gibt es von Anbietern wie blau oder Phonic, doch auch die Platzhirsche wie T-Mobile bieten zunehmend flexible Vertragsmodelle.