Wer sich im Internet bewegt und dabei mehr als nur den Wetterbericht abfragt, hinterlässt unweigerlich Spuren. Jede Anmeldung erzeugt virtuelle Datensätze mit Informationen über uns als Personen.
Natürlich gibt es sichere Verbindungen, die mit Codierungen und Verschlüsselungen arbeiten, aber so manche Internetseite legt Wert auf Offenheit und Erreichbarkeit, vor allem Soziale Netzwerke.
Gefunden bei Datenwachschutz.de
Hinzu kommt, dass wir nicht jede Information, die online über uns zu finden ist, auch selbst erstellt haben. Freunde, Bekannte, Verwandte oder Nachbarn haben ein Konto in einem Sozialen Netzwerk oder gar eine eigene Website? Über kurz oder lang taucht man höchstwahrscheinlich selbst auf einem Bild und im Text dazu vielleicht sogar namentlich genannt auf.
Das Extrem dieser fremden Veröffentlichung sind Seiten, bei denen man gezielt seine Nachbarn benennt und sich über deren angebliche Makel und Macken auslässt. So eine Herabwürdigung ist jedermann zugänglich.
So frei und offen das Internet sein mag, so leicht ist es doch auch, im anonymen Schutz der Virtualität Mobbing oder Stalking zu betreiben. Zudem gibt es längst Suchmaschinen, die speziell darauf ausgelegt sind, Personen aufzuspüren. Der eigene Name wird zum Suchwort für jedermann.
Man sollte daher stets ganz genau beachten, welche Informationen, man selbst und wissentlich preisgibt, denn man selbst verwaltet doch den Großteil der eigenen Online-Identität.
Für Personaler ist es längst Standard, einen Bewerber auch online zu überprüfen. Schon deswegen, sollte man wissen, was und wie viel vom Ich online präsentiert wird. Man stelle sich nur vor, dass der potentielle neue Arbeitgeber den eigenen Namen im Zusammenhang mit einer zwielichtigen Verdachtsberichterstattung findet.
Manche Websites missachten jegliche Gebote der Zensur und stellen sensible Daten online, die sie zuvor entweder gezielt oder wahllos über Suchen, Recherchen oder Profilfakes in Netzwerken gesammelt haben.
Die Liste der Berichte zum Thema ist lang.
Man verschuldet nicht jedes Online-Verbrechen unweigerlich selbst. Profildiebstahl oder Namensmissbrauch müssen nicht erst durch eigenes Verschulden provoziert werden. Man kann jedoch gesunde Vorsicht walten lassen.
Ab und an sollte man den eigenen Namen bei allgemeinen und sogenannten Personen-Suchmaschinen abrufen und überprüfen, was öffentlich zugänglich ist.
Stößt man auf unerwünschte Inhalte, kann man sich Hilfe von erfahrener Seite holen. Denn nach wie vor ist das Internet ein vielleicht schwieriger, aber keinesfalls rechtsfreier Raum.
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