Da immer mehr Menschen einen Grossteil des oder den ganzen Arbeitstag am Computer verbringen, und auch in der Freizeit mehr und mehr vor dem Bildschirm sitzen, mehren sich seit Jahren die Beschwerden und Krankheiten die von diesen (körperlich) oft einseitigen Betätigungen ausgehen. Diese treten in vielen Formen und Facetten auf, von den bekannten Rückenproblemen durch langes und evtl. falsches Sitzen, über Beschwerden in Armen und Händen durch dauerhaftes Bedienen von Maus und Tastatur, bis hin zu Belastungen des Kreislaufs und Kopfschmerzen/Migräne aufgrund von verschiedensten Belastungen im Büro und im Umgang mit der modernen Technik.
Hilfreiche Tipps zur Vermeidung dieser “Zivilisationskrankheiten” bietet beispielsweise die ZEK der TU Berlin.
Ein wichtiger Ansatzpunkt um gesünder im Büro zu arbeiten ist das Raumklima, mit allem was dazugehört. Wichtig ist natürlich, dass man hin und wieder genug frische Luft und Sauerstoff ins Büro lässt, um richtig durchatmen zu können und den Kreislauf und die Denkfähigkeit in Schuss zu halten. Regelmässiges Lüften, auch in den kälteren Jahreszeiten, ist hier das A und O. Ein kurzes, dafür wirklich grosses “Fenster auf” alle paar Stunden genügt, um genug frische Luft in den Raum zu lassen, was den angestrengten Körper und den Kreislauf in Schwung hält.
Was das Raumklima betrifft gibt es auch weitere Punkte. Pflanzen bringen nicht nur eine schönere Atmosphäre ins Büro, was sicher wohltuend wirkt, sondern sorgen auch für bessere Luft mit einem höheren Anteil an Feuchtigkeit. Auch das Licht im Arbeitsraum kann negativ auf den Körper wirken. Zu dunkles Licht sorgt für schlechtere Stimmung und Müdigkeit, zu grelles Licht strengt die Augen an und kann zu Kopfschmerzen und Stress führen. Angenehmes, helles Licht und keine zu starke Sonneneinstrahlung sorgen für ein aufgewecktes Arbeitsklima.
Ein grosses Problem für viele Menschen die am Computer arbeiten sind Rückenbeschwerden. Die richtige Einstellung des Bürostuhls und die Sitzhaltung sind dabei sicher die wichtigsten Ansatzpunkte. Auch dazu gibt es diverse Tipps bei der ZEK der ZU Berlin. Nachdem der Stuhl auf die richtige Höhe eingestellt ist, so dass Unter- und Oberschenkel einen 90-Grad-Winkel bilden, sollte die gesamte Sitzfläche ausgenutzt werden, und auch die Rückenlehne die Wirbelsäule stützen. Auch Schreibtisch und Monitor sollten die richtige Höhe bzw. den korrekten Winkel haben, um somit Rücken- und Nackenprobleme zu vermeiden.
All das wirkt umso besser, je öfter man auch eine Pause vom Sitzen machen kann, sich etwas strecken, für ein paar Minuten bewegen und den Platz verlassen (was aber nicht bedeutet dass Raucher im Büro generell gesünder leben, nur weil sie regelmässig, gezwungenermassen, das Büro verlassen
).
Sehnenscheidenentzündung, oder der “Mausarm” (RSI Syndrom), sind “Klassiker” unter den Beschwerden nach dauerhaftem Arbeiten am Computer. Neben der korrekten Höhe des Stuhls (und der Armlehnen) und auch des Schreibtisches gibt es auch bei den Eingabegeräten ergonomische Hilfsmittel oder Alternativen, die deartigen Problemen vorbeugen können. Dazu gehören Handballenauflagen für das Mousepad, und ergonomisch geformte, teils verstellbare, Tastaturen, welche die Gelenke an Armen und Händen schonen.
Elektrosmog, Monitorstrahlung, Belastungen durch Drucker-Toner und andere Stoffe bzw. Verbrauchsmaterialen… Die Liste weiterer Faktoren, welche die Gesundheit im Büro negativ beeinflussen können, ist lang. Oft sind es einfache Tipps die dafür sorgen können, dass einem die tägliche und dauerhafte Arbeit am Computer nicht, oder zumindest in geringstmöglichem Masse, auf die Gesundheit schlägt.
Verwandte Artikel:
Aufräumen und Sauberhalten beim Computer / Laptop nicht vergessen