Die klassische schriftliche Bewerbung ist immer noch oft genutzt und beliebt, wird jedoch mehr und mehr durch den elektronischen Weg ersetzt. Dieser bietet viele Vorteile, seien es nur die geringeren Kosten und die höhere Geschwindigkeit, hat jedoch auch seine Tücken. Um sich erfolgreich online zu bewerben, sollte man genauso gewissenhaft vorgehen wie beim Erstellen einer Bewerbungsmappe.
Viele Firmen geben in ihren Stellenanzeigen, ob online oder Print, ihren bevorzugten Weg an, auf dem sie ihre Bewerbungen erhalten möchten. An diesen sollte man sich auch halten, womit man sicher sein kann den richtigen Ansprechpartner auf die richtige Weise zu erreichen. Einfach ist das natürlich mit klassischen Bewerbungen, bei denen man Anschreiben, Lebenslauf, Anhang und co schön gesammelt verschickt. Ebenso kann man wenig falsch machen, wenn Firmen vorgefertigte Masken und Formulare anbieten, in die man nur noch Daten und Fakten eintragen (bzw. pasten) muss, Anhänge hochladen und Absenden. Aufpassen sollte man, wenn man die Bewerbung nur an eine eMail Adresse sendet, hier lauern einige Fettnäpfchen.
Bereits die eigene eMail Adresse kann ein Faux Pas sein. Schreibt man seinen Freunden und Bekannten als Spiderschwein84@comicfreaks.pl, ist das kein Problem. Eine ganz normale eMail-Adresse, mit Vorname.Nachname@provider dürfte aber bei einem Personalverantwortlichen weniger Stirnrunzeln verursachen. Auch schon der Betreff sollte aussagekräftig sein, und klar herausheben dass es sich um eine Bewerbung auf eine bestimmte Stelle (evtl. mit Referenz-Nr.) handelt.
Den normalen Umgangston, den man heutzutage im Netz, in eMails, per Skype, in Social Networks usw. pflegt, sollte man hierzu schnell wieder um 180° drehen. Ein “Sehr geehrte Damen und Herren” (bzw. direkt an die Kontaktperson gerichtet) als eMail-Einleitung wirkt zwar seltsam, alles andre sollte man sich gegenüber einem potentiellen Arbeitgeber aber verkneifen. Auch ist es zwar zweckmässig, aber nicht unbedingt höflich, in der eMail nur zu schreiben “Anbei finden sie meine Bewerbung, MfG”. Etwas mehr Text, ein Hinweis dass man gerne bei Bedarf weitere Informationen oder die bereits geschickten in anderer Form senden kann, sowie sämtliche Kontaktdaten, sollten für einen besseren allerersten Eindruck sorgen.
Die Anhänge sollten dann alles enthalten, was eine Bewerbung ausmacht. Bei Form, Rechtschreibung und Grammatik gelten die gleichen Grundsätze wie bei Bewerbungen per Post. Auch die Anrede und die freundlichen Grüße dürfen nicht fehlen, auch wenn sie schon in der eMail selbst geschrieben wurden.
Zuletzt sollte man sich Mühe geben, die Anhänge möglichst sauber und kompakt, in gängigen Formaten (Word Dokument, PDF) zu senden. Auf einzelne Seiten eingepasste, gerade und saubere Scans von Zeugnissen und Dokumenten sind vielleicht etwas Aufwand, doch der fällt nur einmal an, und lohnt sich garantiert.
Und bevor man jedes kleine Dokument in eine eigene Datei packt, sollte man sich überlegen zum Beispiel die Dokumente und Zertifikate der Hochschule, oder sämtliche Arbeitszeugnisse, in grösseren Dateien zusammenzufassen. Schliesslich werden die meisten Bewerbungen im Endeffekt doch noch auf klassisches Papier ausgedruckt. Das fällt dem Empfänger bei 2-3 Dateien leichter als bei 10-15
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