Vor allem wenn man ‘nur schnell mal was’ am Computer/Laptop machen will, ist es besonders ärgerlich: Nach dem Drücken des Einschalt-Knopfes dauert es mehrere Minuten bis das Betriebssystem vollständig geladen ist, und man seine Andwendungen starten kann. Etwas Zeit wird es immer dauern, bis Windows komplett hochgefahren wurde; dennoch kann man mit einfachen Mitteln (per Hand oder mit Hilfe von Software) dieses Ärgernis merklich abkürzen.
Gerade bei älteren PCs ist es leider so, dass es gefühlt immer länger und länger dauert bis der Computer überhaupt hochgefahren ist. Das liegt zum einen natürlich an der Performance des Rechners, die im Laufe der Monate und Jahre sicher nicht zunimmt, und dabei immer mehr an Daten und Software abzuarbeiten hat. Doch auch der User selbst sorgt oft dafür, dass bei jedem Neustart des PCs mehr und mehr Anwendungen direkt geladen werden, und so das Hochfahren verlangsamen.
Ein guter Indikator dafür sind die Symbole im ‘Tray’ des Windows-Bildschirms (rechts unten). Einige Symbole, wie das für die Lautstärkenregelung, Monitoreinstellungen, Virenscanner oder WLAN, gehören dort sicher hin, da sie Teil des laufenden Systems sind. Einige Anwendungen verwenden allerdings bei der Standardinstallation die Einstellung, dass sie beim Start automatisch geladen werden, und platzieren sich so (fast etwas dreist) auch in der Tray-Leiste.
Darum sollte man die Tray Leiste öfters durchforsten und genau sehen, welche Anwendungen dort vorhanden sind. Klassisch ist etwa dass Handysoftware oder Programme wie Bittorrent oder GetRight automatisch beim Hochfahren gestartet werden. Dies führt natürlich dazu, dass der komplette Ladevorgang dieser Software zur Dauer des ‘Hochfahrens’ beiträgt, selbst wenn man diese Anwendungen nicht bei jedem Einschalten des PCs nutzen will.
Unter Start / Andwendungen / Autostart findet man diese “üblichen Verdächtigen” ebenso. In der Konfiguration (meist Rechtsklick auf das Tray-Symbol, oder unter “Einstellungen” nach dem Programmstart) sollte man das Kästchen “Programm beim Systemstart laden”, “Launch at Start” oder ähnliches deaktivieren können, und somit merklich Ladezeit einsparen. Man kann die Programme auch jederzeit aus dem Startmenü oder vom Desktop starten, wenn man sie dann Wirklich braucht.
Will man weniger manuell an die Sache herangehen, helfen auch nützliche Programme, den Startvorgang zu checken und im besten Fall zu optimieren. Zu diesen Tools gehört zum Beispiel die Freeware BootVis.
Praktisch ist auch der “Ruhezustand” von Laptops. Hier wird der aktuelle Arbeitsspeicher auf die Festplatte geschrieben, und das Notebook versetzt sich in einen Schlaf (der keinen Strom verbraucht). Weckt man ihn wieder auf, muss nicht das komplette Windows neu gestartet werden, sondern nur wiederhergestellt, was deutlich schneller geht.
Wenn nichts davon hilft, heisst es Geduld. Und vielleicht kann man sich während des Bootens noch gemütlich einen Kaffee holen
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