Kaum ist das klassische DSL in den meisten Haushalten vorhanden, ist bereits die nächste technische Neuheit auf dem Markt. VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) ist eine neue Breitbandtechnologie und unterscheidet sich von DSL durch die deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeit. Während ein DSL-Anschluss maximal 16 Mbit/s im Downstream ermöglicht, kann mit dem Hochgeschwindigkeitsnetz VDSL eine Übertragungsrate von maximal 50 Mbit/s im Downstream und 10 Mbit/s im Upstream erreicht werden. Dies ermöglicht neuartige Multimedia- und Internetanwendungen.
Das Datensignal wird über ein Glasfaserkabel bis zum Kabelverzweiger am Straßenrand übertragen und von dort über das Kupferkabel zum Anschluss des Kunden geleitet. Die Netzanbindung ist umso schneller, je kürzer das Kupferkabel an den Teilnehmeranschlüssen ist.
Der VDSL-Anschluss ist derzeit in 53 Städten über die Deutsche Telekom verfügbar. Der Anbieter 1&1 bietet ebenfalls VDSL-Pakete an, nutzt jedoch das Netz der Telekom und besitzt somit die gleiche Technik und Verfügbarkeit. Auch andere Anbieter, wie Vodafone, starten bald mit VDSL-Angebot. Voraussetzung für den Gebrauch der VDSL-Verbindung ist ein im Hardware-Paket enthaltener Splitter, der das VDSL-Signal von den Telefonsignalen trennt, sowie ein Router für den Internetzugang via VDSL.
Für wen lohnt sich VDSL? Besonders bei Triple-Play-Angeboten ist eine große Bandbreite notwendig. Das Multimedia-Bündel aus Internet, Telefon und Fernsehen über nur einen Anschluss kann durch die VDSL-Verbindung in HDTV-Qualität übertragen werden. Auch für das Abrufen und Hochladen von Fotos und Video ist die schnelle VDSL-Verbindung von Vorteil.
Ein Gastbeitrag von teltarif.de, dem größten deutschsprachigen Telekommunikations-Magazin