Virtualisierung ist ein sehr probates Mittel, um ein zweites Betriebssystem zum Testen zu installieren. In diesem Artikel lesen Sie, wie Sie unter Windows XP VirtualBox auf eine Installation von Ubuntu 9.10 als Gastsystem vorbereiten.
Was genau Virtualisierung ist und welche Vorteile es hat, ein Betriebsystem oder eine andere Software in einer virtuellen Maschine zu installieren, können Sie im Artikel Virtualisierung: Der Computer im Computer hier auf dem Computer- und Technikratgeber-Blog lesen.
VirtualBox ist eine Virtualisierungssoftware von Sun. Gegenüber vielen anderen Programmen dieses Genre ist diese aber für den privaten Gebrauch kostenlos. Sie können sich das Programm auf virtualbox.org frei herunterladen und anschließedn auf Ihrem Computer installieren. Folgen Sie dabei den Anweisungen der Installationsroutine.
Um ein Gastsystem zu installieren, benötogen Sie hierzu einen Installationsdatenträger (CD, DVD), von der Sie das Betriebssystem installieren können. Beim folgenden Einspielen von Ubuntu 9.10 reicht aber eine sogenannte Abbilddatei (ein ISO-Image) dieses Datenträgers aus. Sie können sich die ISO-Datei von der Webseite ubuntu.com kostenlos herunterladen und nutzen.
Starten Sie jetzt VirtualBox, so sehen Sie das Startfenster des Programms. Hier haben Sie eine Übersicht über die schon angelegten Gastsysteme. Momentan ist diese Liste noch leer – das ändern Sie aber jetzt (Abbildung 1). Klicken Sie auf den Knopf “Neu”, so beginnt ein Dialog, in dem Sie Schritt für Schritt eine virtualle Maschine anlegen. Klicken Sie auf “Weiter” um im folgenden Fenster einen frei wählbaren Namen, die Bezeichnung des Betriebssystems und dessen Version anzugeben. In diesem Beispiel wäre es also Ubuntu9.10, Linux und Ubuntu. Im nächsten Schritt legen Sie die Größe des Hauptspeichers fest, die die virtuelle Maschinen benutzen darf. Hier übernehmen Sie den voreingestellten Wert, es sei denn, Ihr Computer besitzt mehr als 2 GByte RAM. In diesem Fall können Sie den Wert auf 512 MByte oder mehr erhöhen.
Das nächste Fenster beinhaltet einen der wichtigsten Parameter. Hier legen Sie eine virtuelle Festplatte an. Das Gastsystem wird darin installiert und hat vorerst nur Zugriff auf diesen reservierten Platz auf der Festplatte. Dadurch bewegt sich das Gestsystem nur in diesem Abschnitt der Festplatte und kann keine änderen Ausßerhalb vohrnehmen – Ihr sonstigen Daten sind also geschützt. Klicken Sie auf “Weiter” um eine neue virtuelle Festplatte zu erzeugen und wählen Sie als Datenspeichertyp die Option “Dynamisch wachsendes Medium”. Diese Einstellung ist zu empfehlen, da der virtuellen Festplatte bei Bedarf automatisch mehr Speicherplatz zugewiesen wird. Das könnte bspw. passieren, wenn Sie auf dem Gastsystem viele Programme zusätzlich installieren oder andere Daten abspeichern. Als Startgröße müssen Sie nicht die voreingestellten 8 GByte übernehmen – weniger als 4,5 GByte für das zu installierende Ubuntu9.10 sollten es aber auch nicht sein (Abbildung 2). Übernehmen Sie die eingestellten Werte mit “Weiter” und schließen Sie das Anlegen der virtuellen Maschine mit einem Klick auf “Fertig” ab.
Um mit der Installation zu beginnen, markieren Sie den neuen Eintrag in der Liste der eingerichteten virtuellen Maschinen und rufen die Einstellungen zu CD/DVD-ROM im Reiter “Details” auf der rechten Seite des Fensters auf. Hier aktivieren Sie die Checkbox “CD/DVD-Laufwerk einbinden” und den Radiobutton “ISO-Abbild”. Jetzt klicken Sie auf das Ordner-Icon neben dem Drop-down-Menü. Sie sehen nun den Manager für virtuelle Medien. Klicken Sie zunächst auf den Reiter “CD/DVD-Abbilder” und danach auf den Knopf “Hinzufügen”. Anschließend navigieren Sie zum Speicherort der Ubuntu-ISO-Datei, die Sie sich vorher heruntergeladen haben. Wählen Sie diese aus und klicken auf “Öffnen” und im Manager auf “Auswählen” (Abbildung 3). Dadurch simuliert VirtualBox eine CD- oder DVD-Laufwerk, dass ein Ubuntu-Installationsmedium beinhaltet. Schließen Sie die Einstellungen mit “Ok” ab.
Jetzt können Sie die virtuelle Maschine mit einem Klick auf den grünen Pfeil starten. Dabei verhält sich der virtuelle Computer wie ein richtiger Rechner und sucht im virtuellen CD/DVD-Laufwerk nach einem bootbaren Medium, das er auch mit dem CD/DVD-Abbild von Ubuntu findet und startet.


