Was Gimp für Grafiken im OpenSource-Bereich ist, ist Blender für 3D-Grafik-Bearbeitung. Die kostenlose Software ermöglicht, dreidimensionale Körper zu erstellen, diese mit Texturen zu versehen, zu animieren und letztendlich zu rendern.
Blender ist eines der umfangreichsten Programme, wenn es darum geht, dreidimensionale Objekt zu erstellen und zu bearbeiten. Das OpenSource-Tool arbeitet dabei mit Polygon-Netzen, die Punkte, Kanten und Flächen beinhalten. Das so genannte Modeling ist aber nur eines der vielen Features. Um einem Objekt eine Oberfläche zu verpassen, bietet die Software Werkkzeuge zur Texturierung und zur Arbeit mit Materialien an. Hierbei kann dem Objekt ein möglichtst realistisches Aussehen oder aber ein futuristisches Außenhaut zugewiesen werden (Abbildung 1).
Wem statische Objekte und Kulissen nicht ausreichen, dem bietet Blender verschiedene Möglichkeiten, Szenen zu animieren. Dabei reicht der Funktionsumfang von der einfachen Bewegung einer Kugel oder einer Kamerafahrt über die physikalisch berechnete Verformung von Objekten bis hin zur Animation von Flüssigkeiten.
Das Blender nicht nur im privaten Bereich als Hobby genutzt wird zeigen die vielen Filmprojekte wie The Elephants Dream oder Big Buck Bunny.
Big Buck Bunny von der Blender Foundation.
Wer sich mit Blender beschäftigen möchte, findet im Internet unzählige Tutorials sowohl in Textform als auch als Video. Vor allem bei YouTube findet der Interessierte Einführungstrainings, aber auch fortgeschrittenere Themen wie Animation. Bei Detailfragen helfen die vielen Blender-Foren wie bspw. blendpolis.org. Auch allgemein ausgelegte Computerforen beantworten Fragen zu Blender.
Blender ist frei und OpenSource: Das heißt, jeder darf das Programm kostenfrei herunterladen, installieren und nutzen. Die Software liegt für verschiedene Betriebssysteme vor, so z.B. Windows, Linux, Mac OS X. Zudem besteht die Möglichkeit, Blender umzuprogrammieen und den eigenen Bedürfnissen anzupassen.
