Skandale um gestohlene Bank- und Steuerdaten schrecken nicht nur große Konzern auf. Datenschützer weisen schon seit Jahren auf die fast unkontrollierbare Datenflut im Internet hin und warnen auch private Surfer vor dem allzu freizügigem Umgang mit persönlichrn Daten.
Beim Surfen im Internet hinterlässt jeder Nutzer Datenspuren, ob er will oder nicht. Es liegt bei jedem selbst die Verantwortung, diese Daten so gering wie möglich ausfallen zu lassen.
Schon bei der Einwahl ins Netz speichert der Provider die IP-Adresse sowie besuchte Webseiten. Diese Daten sind mit dem Inhaber des Netzanschlusses jederzeit in Verbindung zu bringen, obgleich nur berechtigte Personen Zugriff darauf haben.Viele Webseiten legen zudem Cookies auf dem Rechner des Besuchers an, um Informationen bspw. zu seinem letzten Besuch zu speichern. Hierdurch können Nutzerprofile angelegt werden, die es ermöglichen, dem Besucher zielgerichtete Informationen wie Werbung zukommen zu lassen. Große Webseiten, die Produkte vertreiben, können den Besuchern so neue und passende Kaufvorschläge anbieten. Das regelmäßige Löschen von Cookies über den Webbrowser ist hier eine wirkungsvolle Lösung.
Ohne Anmeldung läuft auf vielen Webseiten nicht viel. Oftmals werden dem nicht eingeloggten Benutzer Informationen vorenthalten oder die Ansicht der Seite wird mit Werbebannern zugepflastert. Eine Anmeldung entlockt dem Nutzer dann viel mehr persönliche Daten als nötig. Das wiederum ist vielen Usern nicht klar bzw. ist es der Mehrzahl egal. Solche persönlichen Daten lassen sich mit dem Klickverhalten und den besuchten Unterseiten gut zu einem auswertbaren Nutzerprofil verbinden. Daraus wiederum ergeben sich neue und genaue Informationen über viele andere Facetten des Users, ohne das dieser davon weiß.
“Ich habe nichts zu verbergen”, lautet oftmals die Einstellung vieler Websurfer. Ihnen ist aber nicht bewusst, dass die vielen kleinen Angaben von persönlichen Daten Puzzleteile darstellen, die sich zu einem größeren und deutlicheren Profil zusammensetzen lassen können.
Jeder sollte seine Surfgewohnheiten und die Preisgabe von persönlichen Informationen immer kritisch hinterfragen. Dabei spielt die Frage nach der Notwendigkeit der Veröffentlichung einer bestimmten Information eine zentrale Rolle. Braucht eine Forenseite bspw. wirklich mein Geburtsdatum, damit ich Fragen stellen kann?